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Tauschhandel.

Es ist ja so ‘ne Sache mit dem Geld.

Wenn ich auch nur ein klein bisschen darüber nachdenke und denke und brüte und mir überlege, dass der Großteil des Geldes nur virtuell existiert, aber eigentlich die ganze Weltorganisation darauf aufbaut… finde ich das (manchmal) ziemlich befremdlich.

Natürlich kann ich im Alltag nicht auf Geld als Tauschmittel verzichten, so gern ich Dinge anders mache, als die Gesellschaft das gerne von mir hätte. Es ist dennoch schade, wie oft GELD als Maßstab für WERTE genutzt wird. Wie wertvoll ist etwas für mich? Wieso bezahle ich Betrag X für etwas, was mit unwichtig ist und du, der du das gerade liest, zahlt das Gleiche, obwohl das Ding dir irre viel bedeutet?

Mir sind so oft die Dinge unwichtig, für die man viel Geld bezahlen muss. Im Umkehrschluss finde ich Objekte, die wenig kosten, aber zeitaufwändig sind oder eine besondere Bedeutung für mich haben, weil sie starke Emotionen hervorrufen, extrem wertvoll.  Das kann GELD nicht abbilden.

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass Avocadopflanzen in mir starke Emotionen hervorrufen, aber ich weiß, wieviel Zeit, Energie, Wissen und Fürsorge in das Pflegen eines solchen Gewächses fließen müssen, um es zimmerhoch werden zu lassen. Das schätze, achte und bewundere ich. Wie sollte ich so etwas monetär gerecht werden?

Geht gar nicht.

Aber ich kann dem Menschen, der das geleistet hat, im Tausch ein Geschenk machen, welches bei ihm oder ihr ähnliche Emotionen hervorruft.

Das geht.

So geschehen heute.

Avocado Avocado

Bekommen:

Avocadopflanze.

Gegeben:

Ein Glas Honig.

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