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Showtime!

Ich würde an dieser Stelle gern ein Lied einbinden, getanzt, gesungen und auf einem Holzschwert als Gitarre begleitet….
Aber…
“Das geht jetzt aber nich ins Internet oder zu Facebook oder so!” (K1, 9 Jahre)

Hmpf, dann eben nicht.
Aber das hier darf ich zeigen:

Auftrittsankündigung

1 ct. Eintritt – der wird nach Auftritt zurückgegeben.

 

Wenn jemand rausbekommt, wie die Band wirklich heisst und woher der Name stammt, dann verschenke ich irgendwas.

Die 2 ct für uns beide haben wir natürlich bezahlt. Zurückgenommen haben wir sie nicht. 1ct haben wir K3 für die Veranstaltungsplanung gegeben und 1ct darf die Band behalten 😉

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Welch schönes Projekt: Sohnemanns “Ich-Beutel”

Mit Beginn des kommenden Schuljahres ist K1 in der Mittelgruppe. In unserer Jenaplanschule lernen Kinder des klassischen 4.,5. und 6. Jahrgangs in dieser Mischung gemeinsam.

Stoffauswahl - Hürde genommen

Um die neue Lerngemeinschaft aneinander zu gewöhnen, startet das Jahr mit einer Wanderung und Übernachtung in der Natur. Zugleich beginnt das Projekt “Meine Gruppe- eine Welt der Vielfalt” – Die Kinder sollen lernen und verinnerlichen, dass sie in einer Gruppe der Vielfalt leben und dass diese Vielfalt aufgrund der Unterschiede, die die Kinder haben, sehr spannend und bereichernd ist und nicht zu Problemen zwischen ihnen führen muss.

Faden einfädeln - Wie funktioniert eine Nähmaschine?

Wir sind eingeladen, dieses Projekt zu Hause zu begleiten. Wir bekamen unter anderem eine konkrete Bitte der Unterstützung:

Gerade Nähte nähen- das klappt schon ganz gut

“Die Kinder gestalten eine so genannte “Ich-Tüte” – Der Inhalt kann umfassen: Familienfotos, Lieblingsspielzeug, Krimskrams, den die Kinder gesammelt haben, weil er ihnen in einem besonderen Moment einmal sehr wichtig war, schöne Fotos aus Urlaubsorten oder von besonders wichtigen Menschen. Gegenstände also, zu denen ihr Kind eine kleine besondere Geschichte erzählen kann. Es sollten nicht mehr als 5 Gegenstände in der Tüte sein.”

 

Der Umgang mit dem Bügeleisen ist auch nicht schwer

So eine Tüte zu befüllen ist ja prinzipiell schon eine recht anstrengende Sache. Für ein Kind ist es nämlich nicht leicht zu beschreiben, was “ich” bedeutet.

Kordel in den Tunnel einfädeln- und dabei nicht aufgeben!

Leichter fällt es, wenn man mehr Zeit zu überlegen hat. Was so Spaß macht. Was wichtig ist. Was anders ist als bei dem Typen von nebenan.

Tunnelzug Beutel ist fertig! Selbst genäht mit 9 Jahren!

Nun, am Besten, man fängt mit einem eigenen Beutel an, in dem all die Kleinigkeiten gesammelt werden. Der ist etwas ganz Besonderes.

Und den kann man mit 9 Jahren nämlich schon selber nähen, mit nur ein klein wenig Hilfe. Und das alles noch vor dem Frühstück. ❤

 

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Alle Jahre wieder: Buchmesse Leipzig 2014

Buchmessebesuche gehören für uns seit etwa 15 Jahren zum Must-have.

Früher arbeitsbedingt in der Gastro, heute als Gast. In diesem Jahr zudem in Begleitung unserer 3 kleinen Bücherfresser.

Meiner Meinung nach ist ein Messebesuch für Kinder ne feine Sache, so lange sie im Tragetuch sitzen. Sind sie zu groß dafür, sollten sie lieber mit anderen Menschen irgendwo anders spielen, als sich in Gesäßhöhe durch Menschenmassen zu drängen. Noch nerviger: Buggies. Keiner sieht, dass man einen vor sich herschiebt, alle fallen drüber, man passt nirgends durch…. Die Liste ist endlos.

Sicher gibt es Eltern, die damit gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nicht.

Deswegen waren unsere dank 2/3 entwickelter Lesekompetenz erst  dieses Jahr mit von der Partie.

Buchmesse

Buchmesse Leipzig

Hach. Schön wars. Soooo schön. Ich glaube, unsere Begeisterung für Cosplay ist auf sie übergesprungen. Spätestens als Fang, der Saurüde, K3 mit “Free Hugs” zu Boden geworfen hat, war das Eis gebrochen.

Ich will jetzt hier keinen “Erst waren wir hier, dann da” Report schreiben, denn das wäre ziemlich fad. Aber ich habe einen emotionales Ranking für euch zusammengestellt:

Doof: Neue Aufteilung. Manche Verlage wurden nicht gefunden.

Nicht so prickelnd: Zu wenig Platz an den Ständen der Kinder- und Jugendbuchverlage.

WOW:  Kazue Kato beim Zeichnen von Rin Okomura zuschauen.

WOW WOW: die Kostüme der Cosplayer.

OMG *hyperventilate*: “Tintenherz” in der Jubiläumsausgabe. Neues Vorwort. 3 neue Kapitel. Erkenntnis: Die Spiegelwelt ist die Tintenwelt. Nur eben ein paar Jahre später. *faints*

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Es geht nicht immer nur um’s Wolle bestellen.

Tut es nicht. Natürlich nicht.

….

Unsere Kinder werden zur größtmöglichen Selbstständigkeit erzogen. Dazu gehört natürlich, dass sie anziehen, was sie mögen. Wenns der Bikini im Winter sein muss, ok. Dann gibt’s eben nen Pullover drüber. Dass das zu kalt ist, merken sie spätestens an der Tür.

Wenn es das Lieblingsshirt sein soll, was 2 kleine Löcher hat und ein paar Flecken am Ärmel, ja, dann weise ich darauf hin, dass der Zustand nicht mehr der Beste ist, aber wenn sich das Kind darin wohl fühlt, warum soll es denn dann in den Müll? Bringen wir nicht alle im Alltag die besten “Ergebnisse” (das allein ist schon fragwürdig), wenn wir uns wohlfühlen?

Muss ich den Kleiderschrank tatsächlich immer jede Saison neu befüllen?

Ich sage, nein.

…..

Der Titel des Beitrags ist eine Bemerkung, die über mich getroffen wurde. Begleitet mit dem Satz: “Sie muss doch auch mal an die Kinder denken”.

….

Tue ich das nicht, wenn ich ihnen (mitnichten ausschließlich) Kleidung stricke, die sie lieben? Die sie quasi nie mehr ausziehen wollen?

Tue ich es mehr, wenn die Garderobe adrett/gekauft/neu/dem Trendlabel entsprechend ist?

Ist es nur Selbstdarstellung, das eigene Hobby darauf zu verwenden, Alltagskleidung herzustellen? Sollte man seine Fähigkeiten nur für Accessoires nutzen?

….

Ich denke nicht.

Aber offenbar stehe ich mit dieser Meinung ganz schön allein in weiter Flur.

Ich denke an meine Kinder. Auch, und vielleicht genau deswegen, bestelle ich Wolle.

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Herzschmerz

Folgende Idee:

Die ersten Sätze zu den Kindern am Morgen (die ja gesprochen werden sollten, auch wenn meine Kommunikationsfähigkeit noch stark eingeschränkt ist) bestehen aus 4-5 Worten. Beispielsweise:

“Guten Morgen, mein Schatz, na, gut geschlafen?”

Dazu gibt es dann ein Kraulen des Kopfes. Schön, nicht wahr?

Eine Stunde später, im vollen Vermögen sprachlichen Austauschs, ist die Umgangsform rapide zurückgegangen. Dann gibt es nur noch Einwortsätze wie:

“Schuhe! Jetzt!”

Um die anfängliche Entspannung zu erhalten, gibt es nun verschiedene Lösungsansätze:

Erster Versuch: Vorlesen zum Aufwecken. Macht der Kopfstand. Funktioniert in den meisten Fällen (dies können Tage oder Kinder sein) recht gut.

Zweiter Versuch: Ein anschließend anregendes, abwechslungsreiches, gesundes, buntes Frühstück. Das macht der Purzelbaum. Zum Beispiel mit Herzbroten. Schöne Idee? Dachte ich auch:

Image

Das Resultat war jenes:

“Oooorrr, nur eine Butterundsalzschnitte…!”

“Die wollte ich!”

“Nein ich!”

“Das ist so. (stampf) Unfair! (stampf)”

Wo wir wieder bei Einwortsätzen wären. Verdammt!