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Tauschhandel.

Es ist ja so ‘ne Sache mit dem Geld.

Wenn ich auch nur ein klein bisschen darüber nachdenke und denke und brüte und mir überlege, dass der Großteil des Geldes nur virtuell existiert, aber eigentlich die ganze Weltorganisation darauf aufbaut… finde ich das (manchmal) ziemlich befremdlich.

Natürlich kann ich im Alltag nicht auf Geld als Tauschmittel verzichten, so gern ich Dinge anders mache, als die Gesellschaft das gerne von mir hätte. Es ist dennoch schade, wie oft GELD als Maßstab für WERTE genutzt wird. Wie wertvoll ist etwas für mich? Wieso bezahle ich Betrag X für etwas, was mit unwichtig ist und du, der du das gerade liest, zahlt das Gleiche, obwohl das Ding dir irre viel bedeutet?

Mir sind so oft die Dinge unwichtig, für die man viel Geld bezahlen muss. Im Umkehrschluss finde ich Objekte, die wenig kosten, aber zeitaufwändig sind oder eine besondere Bedeutung für mich haben, weil sie starke Emotionen hervorrufen, extrem wertvoll.  Das kann GELD nicht abbilden.

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass Avocadopflanzen in mir starke Emotionen hervorrufen, aber ich weiß, wieviel Zeit, Energie, Wissen und Fürsorge in das Pflegen eines solchen Gewächses fließen müssen, um es zimmerhoch werden zu lassen. Das schätze, achte und bewundere ich. Wie sollte ich so etwas monetär gerecht werden?

Geht gar nicht.

Aber ich kann dem Menschen, der das geleistet hat, im Tausch ein Geschenk machen, welches bei ihm oder ihr ähnliche Emotionen hervorruft.

Das geht.

So geschehen heute.

Avocado Avocado

Bekommen:

Avocadopflanze.

Gegeben:

Ein Glas Honig.

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Die verstrickte Dienstagsfrage 41/2014

Na sowas.

Das Wollsch(l)af hat verschlafen 😦

Passend dazu die heutige Diensschlafs…ähhh…tagsfrage:

Bist Du schon mal während des Strickens eingeschlafen?
Was machst Du, wenn Du müde bist, aber trotzdem noch stricken möchtest?

Hm, ich hatte ja so ein gaaaanz kleines bisschen gehofft, das Wollschaf fragt heute die Frage, die ich letzte Woche da  für den Wollstash eingekippt hatte… War aber nicht so. auch nicht wild, ich bin geduldig ^^

Meine Antwort? Ich sehe das wie Matze. Wenn ich müde bin, geht stricktechnisch gar nichts. Auch Spinnen ist dann nicht möglich, ich mache zu viele Fehler, über die ich mich dann ärgere und frustriert bin. Schlimmstenfalls stricke ich Unsinn, den ich auch noch ribbeln muss und das HASSE ich.

Also mache ich andere Dinge, wenn mich Müdigkeit überkommt. Schlafen zum Beispiel. Oder ich lasse mich von einer Reportage berieseln.

Ich bin auch schonmal überm Strickzeug eingeschlafen, ja. Ich bin auch eine Kandidatin, die mit Buch auf dem Gesicht einschläft. 😀 Das finde ich gar nicht schlimm. Hauptsache, es geht nichts dabei kaputt.

2014-10-14 20.48.43Ja, damit erschöpft sich mein heutiger Antwortschatz. Ich gehe dann mal am Handschuh weiterstricken. Wahrscheinlich geht der bald wieder in “hibernate”- deeeeeennnnnn mit ein bisschen Glück kommt bald Isabell Krämers Kinderpullover raus! *squeeeeeeee*

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Wach.

Sonntag.

22:00 Endlich Zeit für mich. Brotbacken beendet, alles gut gelungen. Langer Küchentag zu Ende. Wie so oft am Abend eines anstrengenden Tages- Reizblase meldet sich. Wird ignoriert. Sitze ja nun. Tee!

23:30. Zeit fürs Bett. Montag ist schließlich wieder Arbeitswochenstart. Immer noch Schmerzen.

23:54 Alles fertig. Küche ordentlich, Strickprojekt im Beutel verpackt, an eine Stelle gelegt, wo kein müdes Kind sich morgens draufsetzt und die Nadeln zerbricht. Ach, doch ne Tablette, schläft sich ruhiger.

23:56 Keine Ibus gefunden, zu faul nach unten zu gehen, wo die Medikiste ist. Para geschluckt.

Montag.

0:10 Eingeschlafen.

0:23 Aufgewacht.

0:33 Ob ich aufstehen sollte?

0:43 Ach, so im warmen Bett ruhst du wenigstens. Schläfst bestimmt bald wieder ein.

0:53 Verdammte Tablette, nichtmal helfen tut sie! Merke, nie zu faul sein, Ibus zu holen.

1:03 Hm, die Katze liegt aber auch ganz süß da am Fußende.

1:13 Ich glaub ich stehe auf. Ob ich stricke? Ne, der Beutel ist einmal so schön ordentlich weggepackt. Spinnen? Hm, soooo wach bin ich dann doch nicht. Lesen. Hm. Hm.

1:23 Ich stehe in der Küche und koche Tee. Melisse. Schlucke Tabletten. Diesmal Baldrian.

1:33 Ich breite Decken auf dem kalten Ledersofa aus und rücke das Kissen zurecht. Nehme das neue Buch vorsichtig aus dem Schutzumschlag und schnuppere an den Seiten.

2:54 Verdammt! Schon um drei. Ich sollte mal versuchen, etwas zu schlafen. Wäre ich gleich aufgestanden, hätte ich locker 50 Seiten mehr geschafft.

3:01 Eingeschlafen.

 

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Generation -Pre- Lego…

Als wir heute morgen aufgestanden sind, war wieder einmal diese typische Jenaer Herbstsuppe. Grau in grau mit Sichtweiten unter 200 Metern und einer Luftfeuchte von gefühlten 300%.

Na toll, was macht man drinnen an so einem Tag? Also, mir fallen spontan 1000 Dinge ein, aber es gibt ja auch noch 3 kleinere Mitbewohner, welche dann schnell in den “Mir ist LAAANNNGGGWEILIG” Modus fallen.

Es fügt sich, dass ich mit K1 bereits vor ein paar Tagen sprach, was ich “früher” so alleine gemacht habe, wenn mir langweilig war. So ganz ohne Computer und mit nur einer Stunde “Kinderprogramm” bei 4 TV Sendern.

Die Schlechtwettervariante sah bei mir meistens so aus:

Ich war in meinem Zimmer und habe mit meinen Modellbaukästen gespielt. Ich hatte ne Menge davon, LKW, Traktor, Tankwagen und Jeep. Mit jedem Kasten war man in der Lage, mehrere Modelle zu bauen. Es gab “schnelle” einfache und welche, die so komplex waren, dass der Bau gut und gerne ein komplettes verregnetes Wochenende überbrückt hat. Die Konstruktion war anspruchsvoll. Allein die Anleitungen musste man ziemlich genau “studieren”. Hier gibt es kein 1. 2. 3. und dann das und dann das…..nein, nein….Es waren Bilder abgedruckt, welche das Fahrzeug von unterschiedlichen Seiten zeigten. Daran gab es Pfeile mit einer Nummer, welche auf der Inventarliste wiederzufinden waren 🙂

Construction C07

Construction C10

Construction C07

Construction C07

Alle Teile wurden mit Schrauben und Muttern oder Gummimuffen verbunden und nicht selten gab es versteckte Teile, welche ein Auseinanderbauen zur Folge hatten 🙂

Ich habe diese Kästen geliebt!!! Und wie es der “Zufall” will, hatten wir diese noch auf unserem Dachboden stehen 😀

Für die Modelle selbst war die Begeisterung gleich riesig, nur wie sollte man zum fertigen Spielzeug kommen? Bestand die Konstruktion doch aus:

1. einer Anleitung, wie man sie nicht kannte! So ganz ohne Einzelschrittbeschreibung und ohne “nimm Teil A und mache es an Teil B fest”

und

2. Schrauben! mit Muttern!! und Werkzeug !!!! Teufelszeug!!!!

Man kann sich sicher gut vorstellen, dass es am Anfang zu etlichen Tränen und Frustanfällen gekommen ist. Wie erklärt man einem Kind von  9 und 8 Jahren, mit Schrauben, Muttern, Maulschlüssel und Schraubendreher umzugehen? JA, alles auf einmal 🙂

Also habe ich eine Komponente vorgemacht und bei den anderen “nur” beobachtet. Nach kurzer Zeit haben sie es dann raus gehabt und fleissig an ihren Modellen gebaut 🙂

Interessant in diesem Zusammenhang war einmal wieder die Händigkeit von K2. Mit seinen 8,5 Jahren hat er noch immer keine präferierte Seite. Alles, was links von ihm liegt, nimmt er mit links. Alles, was rechts liegt, mit rechts und versucht es auch so zu benutzen :/.  Ich weiß gar nicht, ob ich darüber bereits etwas geschrieben habe. Wenn nicht, muss ich das einmal bei Gelegenheit nachholen.

Schrauben und Muttern

Schrauben und Muttern

Ein wunderbarer Nebeneffekt: Playmobilfiguren passen hervorragend in alle Fahrzeuge. Jetzt spielen sie schon den restlichen Tag damit 🙂

C07 und C09

C07 und C09

Construction C07

Construction C07

Mission accomplished!

/Matze

 

PS.: Die Anleitungen zu den Baukästen kann man hier finden 😉

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Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2014

Das Wollschaf hat heute eine sehr sehr wichtige Frage zur Diskussion gestellt:

Bin ich ein Hausmütterchen und trete ich dem Feminismus ins Knie, wenn ich Handarbeiten mache?

Wieder einmal beschwört ein abwertender Artikel über handarbeitende Frauen einen Shitstorm in Netz herauf.

Was denkst Du?
Warum fühlen sich so viele Frauen sofort angegriffen und gehen in den Verteidigungsmodus, sobald jemand abwertend über Handarbeiten schreibt?

Mangelt es der handarbeitenden Frauenwelt vielleicht einfach nur an dem Selbstbewusstsein, über solches Geschreibsel mit einem milden Lächeln hinwegzusehen?

Mein morgendlicher Puls ist nicht aufgrund des Kaffees angetrieben worden, soviel kann ich schon sagen.

Sicher, bei vielen Menschen fehlt es an Selbstbewusstsein, wenn sie sich von diesem Artikel angegriffen fühlen. Doch damit kann man das Thema nicht stehen lassen.

Die Autorin schreibt, Frauen sollen doch bitte Pilotin werden und nicht Decken häkeln und es zu Hause heimelig machen – weil wir es ja heute können.

Ich habe einige Punkte kritisch anzumerken: Wo ist die Gleichheit der Geschlechter abgebildet? Als Feministin zu vergessen, dass auch Männer handarbeiten wird glatt unterschlagen – wobei…. Wenn Männer “handwerken”, dann geht das doch auch NEBEN dem BEruf und der Familie, oder? Hm. Also, auch Männer stricken und häkeln. Das hat mit dem Geschlecht nichts zu tun. Vielleicht kennt ihr wenige, dennoch gibt es sie. Ich mag Verallgemeinerungen nicht, doch kann ich mir vorstellen, dass die meisten keine Lust haben, in der Handarbeitsonlinewelt ihren Beitrag zu leisten, denn, schaut man mal mit diesem Auge drauf, da wird nur von “Mädels” und “Damen” geredet. In Sachen Gender Equality hat die Handarbeitsszene noch viel aufzuholen. Vielleicht würde es dann auch weniger solcher abwertender Artikel geben.

Immer wieder passend dazu:

Both men and women should feel free to be sensitive. Both men and women should feel free to be strong… It is time that we all perceive gender on a spectrum not as two opposing sets of ideals.

“Frauen” wollen lieber über DaWanda Geld machen als zu studieren und die Karriereleiter zu erklimmen. Nun, hätte sich die Autorin mal die Mühe gemacht, die Onlineshops eine Weile zu beleuchten und zu rechnen wüsste sie, dass man damit nur in Ausnahmefällen (Wollmeise…) eine Existenz darauf gründen kann. In 99.99% der Fälle ist es das, was DaWanda ist: Ein Marktplatz für Kleinigkeiten. Garn färben macht Spaß, wenn was übrig bleibt, kann man ja versuchen, die nächste Lieferung ein wenig querzufinanzieren. – Und ich vermute jetzt mal, dass kaum jemand sagt: “Ach, mein Abitur habe ich zwar erfolgreich gemeistert, aber auf Studium und Karriere habe ich keine Lust, ich setze mich lieber hin und stricke”. – Das ist Unsinn. Die meisten, die ich kenne, arbeiten tags in einem gesellschaftlich anerkannten, sozialversicherungspflichtigen Baruf und abends verbringen sie ihren Feierabend mit  Handarbeiten. Was ist daran verkehrt? ( außer der Tatsache, dass das, was die Gesellschaft hoch achtet, nicht immer zwangsläufig gut und richtig ist) Im Übrigen gibt es sicher auch Pilotinnen, die stricken.

Wirklich ärgerlich fand ich diesen Satz:

Wo sonst erreicht man so viel Öffentlichkeit für so wenig Können?

Hm, das tut immer wieder weh. Weil ich weiß, wieviel Lehrgeld darin streckt, einen Norwegerpullover zu stricken. Wieviel Leistung  und Können darin steckt, Fasern zu färben und zu spinnen, um genau das Garn zu produzieren, was ich mir vorstelle. Die Autorin fände es sicher besser, ich würde eine Wochenendschicht auf Arbeit einschieben und dann das Geld für den Pullover einem Kleidungskonzern vor die Füße kotzen. Weil- “Wir Frauen” können das ja jetzt und alles andere wäre gegen Feminismus.

Selbstbestimmung. Freiheit. Eigene, individuelle Werte. All das ist ja nichts wert. Weil ich anstelle dessen besser offen und provokant einen Flashmob gegen Vergewaltigung und für Frauenrechte organisieren sollte. Oder ein einem politischen Blog lesen- nein, schreiben!. Oder 24/7 im Anzug im Büro sitzen sollte. Das sollten Frauen heute machen! Das ist Feminismus.

Hey.

Sehe ich anders. Liebe Autorin, dein Artikel bildet mich nicht ab.

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Edit: Zu dem Thema ein grandioser Artikel bei BESTRICKEND UMGARNT – Er spricht mir aus der Seele.

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Siedler von Catan | Stop Motion

Der ein oder andere wird es bestimmt schon mitbekommen haben:

Wir LIEBEN Siedler von Catan 🙂

Heute haben wir es endlich mal wieder geschafft eine Runde zu spielen. Das ist zur Zeit nämlich gar nicht so einfach. Irgend etwas, und sei es nur akute Unlust, kommt immer dazwischen.

Wir haben die Gelegenheit genutzt mal ein kleines Stop Motion Video zu erstellen. Seht selbst….

 

Die Reaktionen waren übrigens weitaus weniger positiv als ich erwartet hätte. Da spielt man eine Stunde und am Ende kommt nur 1:20 min Video heraus….FRECHHEIT ^^

Für mich war es übrigens mehr: eine Stunde Laurenzia, man glaubt gar nicht wie oft sich etwas auf dem Spielfeld ändert.

/Matze