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Die verstrickte Dienstagsfrage 39/2014

Uh, beim Wollschaf bohrt Tichiro heute aber in einer hässlichen Wunde….

Hattest Du schon mal eine Phase akuter Strickunlust?
Wenn ja, was hast Du dagegen unternommen?
Oder hast Du einfach abgewartet, bis die Phase vorüber war?
Wie lange hat die Phase angedauert?
Was hast Du in dieser Zeit stattdessen gemacht?
Gibt es Gründe, woran es gelegen haben könnte?

Jaaaa, ich hatte schon Phasen akuter Strickunlust. Das sind immer dunkle Phasen, in denen mich Dinge so belasten, dass ich mich mit nichts Kreativem beschäftigen möchte.
Was habe ich dagegen unternommen? – Nun, ich habe versucht, die zugrundeliegenden Lebensumstände zu verändern- soweit das geht- oder das Ganze einfach ausgesessen.
Wie lange diese Phasen angedauert haben, war sehr unterschiedlich- durchaus mehrere Wochen.
Ja, was habe ich in der Zeit gemacht? Ich kann das gar nicht so definieren. Wahrscheinlich aber gelesen. Denn zum Bücher lesen komme ich in Handarbeitsphasen eher nicht, da greife ich auf Hörbücher zurück.
Welche Gründe ich hatte, in derartige lähmende Phasen zu kommen, möchte ich gar nicht genauer darlegen. Meist hatten meine Rolle, meine Ansichten, meine Lebensweise in der mich umgebenden Gesellschaft etwas damit zu tun.

So. Können wir nächste Woche bitte über etwas Schönes reden? 😉

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Hei Hai!

Wir wohnen jetzt fast 2 Jahre im Haus und viele Dinge sind noch so, wie wir Hals über Kopf eingezogen sind. Viel Zeit zum hübsch machen blieb uns auch nicht, und mit solch ekligen Sachen wie einer Bautrocknung waren wir auch konfrontiert worden.

In letzter Zeit mehrten sich allerdings die Unmutsbekundungen von K2 bezüglich der Gestaltung seines Zimmers. Immer wieder kam: “Ich habe keinen Platz zum Spielen!” oder “Mein Zimmer ist nicht so schön wie die anderen.”

Also haben wir uns zusammen an den Tisch gesetzt und mal geplant, was wir so machen können. Heraus kam, welch Wunder, eine komplette Umgestaltung des Zimmers 🙂

Kleiderschrank raus, Bett umbauen, Wände bemalen, Vorhänge nähen und und und…..

Seht selbst, was dabei raus kam 🙂

2014-09-23 07.05.38In dieser Ecke stand ein großer Kleiderschrank. Der musste weichen, denn 2 Kommoden reichen um die aktuelle Kleider unterzubringen. Die Kommoden sind IKEA Malm mit selbstbezogenen Schubladen. Die Wand war bereits grün, wurde aber noch einmal gestrichen und mit “scharfen” Kanten versehen. An der Wand hängt die Ting Weltkarte von Columbus und bereitet wieder Spaß beim Erkunden 🙂

2014-09-23 07.05.51Für die Vorhänge hat sich K2 wunderschönen Stoff ausgesucht. Blau und grün kariert. Das dies eigentlich Bettwäsche ist, ist Nebensache 🙂 Für das Lesevergnügen ein !!!AUSGEMISTETES!!! Bücherregal und daneben eine Pinwand. Diese ist aus einer Styroporplatte gefertig und mit “Rest”Stoff bespannt. Gerade trägt sie Ausmalstoff und nicht selten stehen 3 Kinder mit Buntstiften davor und drängeln sich….

2014-09-23 07.06.11Sein Bett ist ein IKEA Kura und wurde kurzerhand auf die Variante “unten” umgebaut und die Furchtbaren “ich stoß mir den Kopf” – Holme wurden abgesägt. >:) Die ehemalige Treppe ist jetzt Höhleneingang und ein tolles Versteck für zwischendurch. Als Wandbild hat er sich einen Hai ausgesucht. Diesen haben wir mit Hilfe eines Beamers an die Wand projiziert, die Umrisse nachgezeichnet und ausgemalt. Das Tier ist jetzt knapp 2,5m lang und ziemlich cool geworden. Darunter noch eine Pinwand und seine über alles geliebte Holzeisenbahn ❤

Die Lampe wurde ebenfalls getauscht, und füllt den Raum jetzt freundlicher aus als die Deckenleuchte, die vorher da war. 2 “Flickenteppiche” bringen Gemütlichkeit auf den Boden.

Fazit der ganzen Aktion:

1 Nachmittag IKEA Stress Besuch (Smaland war leider voll, was die Kinder nicht sehr begeisterte)

1,5 Tage Möbel abbauen, malern, Möbel umbauen

4 Abende Vorhänge nähen

und 1 Nachmittag Wand bemalen.

und und und und….

1 (in Worten EIN) sehr sehr glückliches K2 <3<3

/Matze

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Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2014

Heute werde ich einmal “Die verstrickte Dienstagsfrage” vom Wollschaf beantworten.

Zur Frage steht, ob man sich besondere Strickprojekte für den Herbst vorgenommen hat oder ob man sich nur treiben lässt?

Ich halte es da mal wie Winnie der Puuh und sage: BEIDES 🙂

Zum Einen würde ich gern das Phänomen des Sockenstrickens ausprobieren, da ich es nicht so sehr mit riesigen Projekten habe 🙂 und zum anderen steht Weihnachten ja quasi vor der Tür und ich habe ein wunderbares Pattern von Gregory Patrick, woraus noch mindestens 3 Bären enstehen sollen.

Dazu wird mit Sicherheit noch was spontanes dazwischen kommen, denn wenn mir etwas gefällt, dann kann ich nur selten widerstehen und lass dafür auch gern mal was anderes liegen. 🙂

 

So sieht dann wohl der Herbst aus…….so lang ist er ja nicht 😉

/Matze

 

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Stylingdesaster: Wie man aus einer modernen Strickjacke einen Oma-Look macht.

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein Fangirl der Isabel Krämer Designs. Ich habe selbst schon drei Teile angefertigt, den Paulie, einen Ravello und für den Elementary war ich sogar Teststrickerin.

Nun habe ich, wie viele andere auch, seit Montag auf die Veröffentlichung der neuen Jacke für die Swans Island Company gewartet.

Bisher kannten wir Isabells Fotos und zahlreiche Teststrick-Aufnahmen. Die waren modern, klassisch, minimalistisch und … anders. Wie eben Isabells Designs so sind:

audrey2 audrey1

 

Als es dann am Dienstag Nachmittag soweit war, stand die Fangemeinde eine Weile in Schockstarre. Swans Island hat dem Cardi mal so fix ein anderes Styling verpasst.

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Und damit aus einer echt coolen Jacke ein “Accessoire für die Dame von Welt” gemacht.

Die meisten haben das Foto gar nicht mit Isabells Entwurf assoziieren können. Dementsprechend waren auch die Kommentare im Forum:

(Ich gebe das nur sinngemäß wider, wer will, kann selbst nachlesen)

“Ich muss ehrlich sagen, wenn ich nur die offiziellen Fotos gesehen hätte, würde ich dieses Pattern nie kaufen. Man sieht ja nichtmal das Daumenloch. Ich würde vorschlagen, dass sie Isabells Fotos mit in die Produktseite aufnehmen, damit sie überhaupt was verkaufen.”

“Ich habe mehrfach versucht, das zu finden. Auf meinem Telefon sieht es gar nicht nach dem Design aus- es ist aufgemacht wie ein Mantel!”

“Als thumbnail hatte ich das nicht wahrgenommen. Erst als ich in einem Beitrag las, dass der Name geändert wurde, bin ich auf die Produktseite gegangen.”

“Ich stimme euch zu – aber vielleicht wollen sie eine andere Zielgruppe? Ich finde, Isabell modelt ihre Entwürfe sehr elegant und mit Spaß – deswegen sind sie ja so toll.”

Kurze Zeit später waren auch auf der offiziellen Produktseite Isabells Bilder zu sehen. Und dann auch als Titelbild. 😉

Geht doch.

 

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Wende dein Gesicht der Sonne zu…

…und die Schatten werden hinter dich fallen.

So oder so ähnlich las ich den Spruch gestern in einem Fenster. Ein Fenster in meiner Stadt. Mein Weg, mein Kopfsteinpflaster. Mein Klang von qietschenden Straßenbahnen. Ich atmete ihre Luft, ihren Klang, ihr Leben.

Und wieder ließ ich sie zurück. Wie so oft. Für das neue Leben.

Ein Haus, Arbeit,drei gesunde Kinder. Wir haben offensichtlich alles geschafft, alles richtig gemacht hier. Familenauto, abbezahlt. Die Kinder in der Schule, guter Lernfortschritt.

Wir haben alles erreicht, was es in diesem Spiel zu gewinnen gibt. Game won! Hier ist dein Gewinn:

Es macht uns nicht glücklich! Nein, es reibt, zerrt, schreit, beisst, wie ein wildes Tier. Wir sind fremd hier. Die Stadt bekämpft uns wie einen Virus, lässt Antikörper auf uns los. Gemeinsam einsam. Losgelöst.

Als schlügen unsere Herzen in einem anderen Takt.

Und dann kommt die Sehnsucht.

Sehnsucht ist gefährlich. Ein schnelles Feuer, was hoch brennt. Doch nährt man es nicht, versiegt es schnell. Ein wenig Asche bleibt zurück. Ganz wenig. Doch was ist, wenn man es nährt? Mit Unzufriedenheit, Hilflosigkeit, Einsamkeit – Beliebigkeit? Dann brennt es und brennt es. Nicht immer gleich stark, aber konstant. Und hinterlässt bleibende Narben.

“Für euch ist es doch leicht, woanders Fuß zu fassen, ihr seid doch jung!” Dies hörte ich kürzlich und immer wieder schüttelt sich mein Körper vor Graus. War es das? Leicht? Wegzugehen, neu anzufangen? Was, wenn die Optionen nicht per default richtig waren? Was, wenn sich Hoffnungen auch nach Jahren nicht erfüllen? Was, wenn die Sehnsucht krank macht? Was, ja, was nützen dann Haus, Arbeit, ein abbezahltes Auto und ein Arbeitsplatz?

Nichts.

Dann kann man entweder aufgeben. Game over.

 

Oder wir starten neu. Neue Pläne. Neues Risiko. New Game. Das Leben verändert sich. Bleibe ich starr, reisst es auf, bluetet und geht kaputt. Nur wer mit tanzt, sich windet, wendet, wächst und springt, nimmt daran teil. Was gestern gepasst hat, ist heute zu klein. Was heute sättigt, ist morgen verdorben.

Ich mag nicht mehr im Schatten leben. Hier ist es kalt.