0

Oh weh

Ich: “Na, K2, wie geht es dir heute morgen? Gut oder nicht so?”
K2: “Hm, weiß nicht. So mittel.” (zieht das Gesicht zu einer Knautschkugel)

Ich: “Und warum geht’s dir nicht gut?”
K2: “Kooooopfweh.”

Armes Ding.

0

Klebriges Glück

Glück. Schon wieder dieses Wort.

Erst war ich GLÜCKlich, dass Europa so tolerant ist.

Jetzt bin ich schon wieder voller GLÜCK. Darüber, dass ich klebrige Finger haben, staubige Gläser putzen und ein Etikett entwerfen kann. Denn:

der erste Honig

mein erster Honig

Letzte Woche konnte ich von meinem Bienenvolk den ersten Honig ernten. Eine Mischung aus Raps (mit einem hohen Bienenverlust einhergegangen, da in die Blüte gespritzt wurde), Löwenzahn und Obstblüte. Lecker. In Summe kamen etwa 13kg zusammen, was noch nicht ganz unseren jährlichen Eigenbedarf deckt- Mitgebsel und Geschenke exklusive. Aber wenn alles gut geht, gibt es ja nochmal Sommerhonig, der dann vor allem aus Klee und Linde besteht. Hmmmmmm. Bis dahin- noch viel Arbeit. Aber wunderschön.

3

Von den Nadeln gehüpft: Ravello von Isabell Krämer

Stricken, anziehen.

Ehrlich, so einen tollen, bequemen Pullover hatte ich noch nie. Das Muster ist sehr leicht, und da ich hier Wolle verwendet habe, die ich im Winter selbst gefärbt hatte, bin ich mit diesem Strickstück noch enger verbunden als mit allen anderen zuvor.

Ravello

Ravello von Isabell Kraemer

Ich war zu faul ihn zu blocken und habe den Pulli quasi immer an, es sei denn, mir ist warm. Das kommt nicht allzu oft vor, entweder die Sonne scheint richtig doll oder ich mache Musik. Da beides jetzt (leider) nicht den Alltag bestimmt, kann man davon ausgehen, dass der Ravello meine neue zweite Haut ist. Nach dem Elementary und dem Paulie ist dies nun schon das dritte Kleidungsstück von Isabell Krämer – So langsam komme ich in Fangirl-Laune. 😉

Ich bin gespannt, mit welchen Farben ich ihn das nächste Mal stricke. Damit habe ich Oberteil 5/14 erledigt – ich hänge hinterher!!!

Derzeit auf den Nadeln habe ich den Everything nice Hoodie – ein Auftragsgestrick für E. aus georgischer Urlaubswolle. Hm, ein spannendes Projekt, bei dem ich aber schon jetzt Ribbelpläne schmiede, denn die Farbkombi wird nicht so passend wie erhofft. :/

 

0

Mysterium Muttertag

Ich hinterfrage mal wieder eine gesellschaftliche Konvention.

Für mich ist der Muttertag ähnlich wie der Valentinstag ein suspektes Konstrukt, dem sicher eine tolle Idee (Kind liebt Mutter) zugrundeliegt, heute aber ein rein kommerzielles Mittel ist zu zeigen, dass man sich an gesellschaftliche Normen und Pflichten hält. Wer das in Frage stellt, sollte mal erleben, wieviele Mütter enttäuscht von ihren Kindern sind, weil sie den Muttertag vergessen haben.

Sollte eine Mutter nicht jeden Tag von ihren Kindern geliebt werden? Wenn das so ist, ist das doch das Größte, was sie in diesem Aspekt ihrer Persönlichkeit erreichen kann. Und jeden Tag erfahrene Liebe, Anerkennung, Zuversicht ist doch ein viel größeres Geschenk als etwas, was für einen Tag gebastelt oder gar gekauft wird.

Liebt ein Kind seine Mutter nicht, warum sollte es dann diesen Tag feiern? …

Wenn ich im Facebook sehe, wie viele prallvolle Gabentische, mit rosa Seifen, roten Blumen, roten Tonpapierherzen und Pralinenschüsseln, CDs und Bildern da präsentiert werden, denke ich mir: Schön, dass sich die “anderen” darüber freuen. Ich für mich fände das nur absurd.

Ich mag das Schenken von Dingen an einem bestimmten Tag nicht, wenn das “historisch so gewachsen” ist . Bei Kindern verstehe ich, dass der Geburtstag einen hohen Stellenwert hat. Da verändert sich immer noch viel in einem Jahr. Aber Valentinstag, Muttertag, Männertag, Frauentag, Namenstag… Was es nicht alles gibt.

Purzelbaum und Kopfstand sowie die drei Zwerge schenken sich auch Dinge. Vieles und oft. Jedoch dann, wenn der Moment passend ist. Ein Fahrrad, wenn das Kind endlich das fahren gelernt hat. Das Buch, wenn es veröffentlicht wird, weil man schon ein ganzes Jahr darauf wartet. Der Pullover, wenn alle Nähte vernäht sind. Das Bild mit Wasserfarben, weil das Kind in dem Moment zeigen möchte, was es fühlt.

Der Alltag ist doch zur Genüge an Termine gebunden. Wir lassen unsere Zuneigung nicht über Geschenke an einem fixen Tag definieren.