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Die verstrickte Dienstagsfrage 17/2014

Ja ich weiß, es ist schon.. Donnerstag. So what.

Eine spannene Frage von Daniela gibt es beim Wollschaf zu beantworten, da bin ich dabei!

Jede Münze hat zwei Seiten. Was ist also das Schlimmste am Faserarbeiten?

Hmpf, na du stellst Fragen. Ich habe noch gar nicht drüber nachgedacht. Also schnell das thinking cap aufgesetzt…

Das Schlimmste an Faserarbeiten ist, dass andere schöne Dinge nicht gleichzeitig getan werden können: Kochen, Lesen, Sex.

Na, zum Glück kann man sich ja seine Freizeit frei einteilen. Sonst hieße sie ja nicht Frei-Zeit. Zeitig frei zu haben ist auch immer gut.

Ich schweife ab.

*afk*

 

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Strichlisten waren gestern.

Ha!

An so einem frühsommerlichen Tag genieße ich es, am Nachmittag, wenn die Kinder Computer Ball spielen, mit einer Tasse Kaffee draußen zu sitzen und ein paar Runden zu stricken. Manchmal sinds nur 2, manchmal aber auch ein paar mehr, je nach dem, wieviel noch zu tun ist.

Generell ist das eine sehr schöne Methode, nach einem Tag im Büro auszuspannen. WENN DANN ALLERDINGS DIE MINE VOM STIFT BRICHT, bin ich ganz schnell wieder ziemlich genervt. Da ich faul bin meine wenige Strickzeit effektiv nutzen will, stehe ich in so einem Fall aber nicht auf und hole einen neuen Stift, nein.

 

strichlisteninkompatibler Stift

strichlisteninkompatibler Stift

Ich bleibe wo ich bin und verfluche jeden einzelnen Strich, den es zu setzen gilt.

Mit einem Mal hatte ich heute eine Eingebung.

“Gibts für sowas nicht ne App?” fragte ich mich.

Da ich mein smarty phone ja immer dabei habe (es sei denn, es ist zur Reparatur), schaute ich – schwupps- nach und JAAAA TATSÄCHLICH- es gibt ‘ne App zum Runden zählen. Die heisst “knitting counter” und ist – wenn man kapiert hat, wie’s geht- sehr schön zu bedienen.

Man kann sogar Mustersätze definieren, dass nach beispielsweise 10 Runden wieder bei 0 angefangen wird.

Awesome.

knitting counter

strichlistenkompatible App

 

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Die Crux mit den Eiern

Nun ist ja schon wieder Ostern. Spätestens, wenn das Tochterkind aus dem Kindergarten den zehnten Tonpapierhasen und das fünfte Klapp-Ei mitbringt, realisiere ich es jedes Jahr.

Nun habe ich es ja nicht so mit Dekoration. Einerseits mag ich Themen-Arrangements nicht und andererseits, WENN mir mal was gefällt, kompromittieren Lego-Teile, Playmobilmännchen oder halbausgemalte Mandalas ganz schnell und immer wieder das Ensemble. Also lassen wir meist das Dekorieren ganz sein und beschränken uns auf den Ast überm Esstisch.

Ostern ist ja mittlerweile genau wie Weihnachten ein Fest, was nichtgläubigen Menschen egal sein könnte. Zum Glück leben wir ohne Fernsehen und Zeitschriften und mit Adblock, so dass die schlechte Laune aufgrund von aggressiver Werbung auf ein Minimum reduziert ist. Dennoch hätte “der Handel” ja gern, dass Geschenke gekauft werden. Immerhin ist der Valentinstag ja auch schon 2 Monate her.

All diese gesellschaftlichen “Zwänge” finde ich höchst belastend und schüren meine “Nö, mach ich nicht mit!” Haltung nur noch mehr.

Osterdekoration wird nicht gekauft, sondern selber gemacht. In einer rituellen Ideen- Frust- und Farbenschlacht entstehen so jedes Jahr neue bunte Eier. Würde nicht der Gedanke an all die zerschredderten Küken daran kleben, könnte ich mich sogar richtig drüber freuen.

In dem Sinne.

Frohe Ostern!

Eier am Ast

Multifunktions- Ast. Jetzt als Eierhalter.

Darth Maul

Darth Maul macht sich hervorragend als Osterei

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Auch kleine Kinder können das Spinnen lernen!

Da meine Kinder oft sehen, was man alles mit Fasern anfangen können, haben sie natürlich auch Interesse daran, alles auch auszuprobieren.

Das ist eine der wunderbaren Eigenschaften von Kindern. Ich bin gespannt, wie lange sich diese Neugier hält.

Das Stricken ist ja durchaus ein komplexer Prozess, bei dem die Hand- und Fingermuskeln miteinander arbeiten müssen. So fällt es K3 (6 Jahre) schwer, Stricknadeln und Faden zu halten. Kleine Nadelspiele gehen, aber die sind meist sehr dünn und somit schafft sie es nicht (obwohl sie will), stricken zu lernen. Häkeln kam bei ihr noch nicht auf, dafür filzt sie zu gern.

Die Jungs hingegen können beide (nach der englischen Methode wie ihr Vater) stricken. Das tun sie relativ sicher. So würde ich über den Daumen sagen, ein Kind, welches Schreibschrift schreiben kann, kann auch stricken. Vorher sind das Fingerstricken oder Filzen interessant.

Nun steht ja aber bei uns auch ein Spinnrad. Es gehört nicht uns, ist geliehen, aber sehr geliebt und mitunter lange und oft in Gebrauch. K3 hat starkes Interesse, spinnen zu lernen. Jetzt könnte man argumentieren, so eine Handspindel sei doch erstmal für ein kleines Kind eine super Sache. … …. Ich persönlich finde das Spinnen mit der Handspindel aber weder schön noch erfüllend. Sicher liegt das an mangelnder Übung, denn im Flug spinnen bekomme ich nicht hin, aber ohne Spaß am Machen wird keiner gern üben.

Jetzt sind meine Spindeln (endlich) frei, denn mein zweifarbiges Garn ist bereits im Mützen-Projektbeutel verstaut, und so konnte die Kleine gestern im Schlafanzug endlich probieren, wie viel Spaß es macht, Fasern zu verspinnen.

Kind am Spinnrad

Kinder spinnen!

Was ich gelernt habe:

Zu erklären, wie die Fasern bearbeitet werden müssen ist etwas völlig anderes, als es zu tun. Und gleichzeitig die Handbewegung lernen und zu treten ist nicht möglich. So habe ich getreten. Das ist von schräg daneben ganz schön krampfig.

Und was die Kleine mit ihren 6 Jahren kann, das wollen die Großen mit 8 und 9 natürlich auch können.

So spinnen wir jetzt alle 5.

Jetzt fehlt nur noch ein eigenes Spinnrad 😉

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Garnverliebt

Gestern abend habe ich meine neuen Singles verzwirnt.

2coloryarn

braun-weißes Merino – Schurwolle vom Finkhof

Ich bin sooooo verliebt. Natürlich gibt das Bild die Farben nicht im Geringsten wider. Ich habe kardierte ungefärbte Wolle vom Finkhof versponnen, cremeweiß und dunkelbraun.

Das Garn sagt, es würde gern eine Mütze werden. Bissle was mit Lochmuster. Es sind 100g und die Lauflänge habe ich noch nicht bestimmt. Ich würde Nadelstärke 3mm verwenden. Wenn es nicht reicht, spinne ich einfach noch mehr. Vielleicht wären auch passende Handstulpen noch nett.

Habt ihr eine Muster – Empfehlung? So einen Wunsch kann ich meinem Garn nämlich nicht verweigern.

Hach. so schön.

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Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2014

Hahaha, als ich die dieswöchige Frage beim Wollschaf las, musste ich laut lachen:

Ganz oft muss ich bei der Hausarbeit ans Stricken denken. Ich lasse dann schon mal Fünfe gerade sein und setze mich aufs Sofa zum Stricken. Kommt das bei Euch auch vor? Oder ist Euch Eure Hausarbeit wichtiger?
Danke Regina.

Liebes Wollschaf,

Liebe Regina.

Ich finde es gruselig, dass “Stricken oder Hausarbeit” in einem Gedanken und scheinbar auf eine Person zusammenfallen sollten.  Haushaltsaufgaben erledigt bei uns der, der gerade da ist und/oder Lust dazu hat. Das funktioniert sehr gut. Es strickt und häkelt bei uns auch immer der, der da ist und/oder dazu Lust hat.  Deswegen bleibt die Hausarbeit nicht zwingend liegen.