Bruderhahn und Schwesterhenne

Freitags ist Rühreitag bei Familie Purzelbaum und Kopfstand.

Das bedeutet, zum Frühstück gibt’s eine (oder 2 für K1) Scheibe Brot und ein Rührei. Und in die Schule gibt’s ein Brötchen mit Selbigem.

Die Kinder mögen das. Nicht des Rühreis wegen, sondern weil es bedeutet, dass Freitag ist. Also schon fast Wochenende.

Nun bin ich ja ein durchaus kritisch hinterfragender Mensch und lebe schon viele viele Jahre vegetarisch. Gern, aus Überzeugung, ohne zu missionieren. Es gibt einen schmalen Grat zwischen informieren und missionieren. Der Unterschied besteht zumeist in der Wahrnehmung beim Gegenüber. Fühlt er oder sie sich durch meine Frage oder Information missioniert, hinterlässt es einen schmutzigen Abdruck, auch wenn meinen Intention rein informativ war.

Zum Beispiel sollte man informieren, dass für jede Legehenne, die in Deutschland aufgezogen wird, ein Hahn als Eintagsküken getötet wird. Man spricht hierbei von einer “Aussortierung aus ökonomischen Gründen” – ich verlinke nur mal Wikipedia. Die Tötung erfolgt durch Zerschreddern oder Gasvergiftung.

Nun, ich informiere- das lehne ich ab.

Abhilfe gibt es.

Die Initiative “Bruderhahn” finanziert das unökonomische Aufziehen der Hähne über eine Querfinanzierung der Eier. Für 4ct mehr pro Ei wird der Verlust des Gewinns, den man über den Fleischverkauf macht, wieder wettgemacht.

Auf schöne Bilder glücklicher Hühner und Hähne verzichte ich. Dafür zeige ich die heutigen Rührei-Lieferanten:

Bruderhahn Initiative

Bruderhahn Initiative

Jeder, der die Tötung von Küken aufgrund ihres ökonomisch geringeren Nutzens ablehnt kann etwas tun. Keine Eier essen – oder auf das BID- Label achten.

Danke.

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3 thoughts on “Bruderhahn und Schwesterhenne

  1. Verstehe ich das richt, mit 4cent mehr finanziere ich nicht nur ein leidvolles leben von legehennen , ich bezahle auch ein leidvolles und viel zu kurzes lebes ihres bruders, das beim schlachter endet? Ist das denn wirklich eine verbessrung?

    • Die Tiere dieser Initiative haben (glaubt man der Einhaltung der Richtlinien) ein ganz gutes Leben. Demeter und Biolandrichtlinien sind (für mich) akzeptabel. Es geht mir nicht um den völligen Verzicht auf Eier. Die Initiative gibt mir ein “denn schon” auf mein “wenn schon”. Und das ist eine Verbesserung. Für mich.

  2. Pingback: Die Crux mit den Eiern | purzelbaumundkopfstand

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